

Ein mysteriöser Spirit durchweht die Straßen Nürnbergs. Sätze baden in Metaphern. Über schwarze Katzen, alte Bilder, den ewig rauschenden Plattenspieler und über einen illusionierten Mieter wird erzählt. Lilly, Sabine und Michi spielen einen Mix aus Post-Punk und Indie, hinzu kommen deutschsprachige Texte. Sanft gesungen und mit entrückter Ehrlichkeit ins Mikrofon geschrien, beschreiben Schorle metaphorisch die Vergänglichkeit von Beziehungen. Geheimnisvolle Wesen begleiten dabei ein schimmerndes Soundkonzept. Schorle transportiert

Was tun, wenn deine Lieblingsband in Nürnberg spielt und keine Vorband da ist?
Man gründet spontan eine Band! So geschehen, als Marius von der Jazz-Band Reis und Liane (LiÆN) für die britische Band deathcrash Support im Musikverein spielen wollten. Zusammen mit Christoph, Laurin (beide von Reis) und Lee (Bonnie Wer) probten sie nur drei Mal und standen schließlich zu fünft auf der Bühne und machen bis heute weiter.

Ulla Suspekt und LiÆN verknüpfen als Duo Taxi Lotta eine punkige Ironie und einen hoffnungsvollen Herzschmerz zu einem wohlig vertrauten New Wave Soundtrack. Mühelos wechseln die beiden zwischen heiteren zu bedeutungsschweren Synths, während Ulla mit exzentrischem Bass und Liane mit softer Stimme ihre Persönlichkeit zum Besten geben. Elektronische Punkattitüde trifft

Die Band schubsen bewegt sich irgendwo zwischen zarter Melancholie, wütender Klarheit und kompromisslosem Indie-Punk. Mit poetischen Texten, markanten Gitarren und einer spürbaren Haltung schaffen schubsen Songs, die unter die Haut gehen und dabei bewusst Abstand zum glattpolierten Mainstream-Rock halten.

Seit ihrer Gründung 2021 haben sich The Lovebites aus Nürnberg konsequent den sprichwörtlichen Allerwertesten abgespielt. Die Energie und Ausdauer, den gierigen Massen ihre Pop-Punk-Hymnen um die Ohren zu hauen, hat bei der vierköpfigen Band nur eine Quelle: Gin Tonic. Und ein bisschen Koffein. Zwischen einschlägigen Pop-Punk-Festivals in Innsbruck, Hamburg und Münster und verschwitzten Clubshows haben sie sich so step by step eine treue Live-Fanbase erspielt. Dass sie dabei nicht nur in kleinen Kellern, sondern auch schon rund 800 Menschen beim „Omas gegen Rechts“-Benefiz begeisterten, passt ziemlich gut ins Bild: laut, direkt und mit Haltung.

Die Musik, die der wunderbar anarchische Wiener Krawallo-Electroclash-Sponti SALÓ auf seinem zweiten Album, »Problemzone Mensch«, macht – ist das noch Punk? No-Future-Lebensgefühl, rebellische Pose, Hauptsache-dagegen- Haltung, oder halt einfach: drei Akkorde, schnell gespielt und bisschen brüllen dazu? Alles Quatsch: Die wichtigste Definition von Punk ist und bleibt Selbstermächtigung.